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Konzept

Solidaritätstafel gegen Armut und Ausgrenzung

Die Idee, eine Solidaritätstafel gegen Armut und soziale Ausgrenzung zu veranstalten, entstand in den beiden Wohlfahrtsverbänden in Hannover und Hildesheim im Jahr 2010.  Unsere hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden erleben in den Einrichtungen und Beratungsstellen täglich, was die Lebenssituation von armen und benachteiligten Menschen ist. Sehr deutlich nehmen wir die Zunahme von Armut und sozialer Ausgrenzung sowie die Grenzen der staatlichen, finanziellen Unterstützung wahr. Besonders für Familien mit geringem Einkommen, mit mehreren Kindern und für Alleinerziehende ist es heute trotz allen Fortschritts nicht einfach, den Alltag zu stemmen. Arbeitslosigkeit, Geldsorgen, Wohnungssuche, Kinderbetreuung und Pflege eines Angehörigen - das sind Themen, die Familien zu Hilfesuchenden in den kirchlichen Einrichtungen und Diensten machen.

Im Rahmen des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung luden Diakonie und Caritas 2010 deswegen direkt in der Innenstadt Hannovers zum Essen, Nachdenken und Diskutieren an eine lange Tafel in die Georgstraße ein. Im Jahr 2012  schloss sich die Solidaritätstafel dem "Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität der Generationen" an.

2014  hat die EU zum „Europäischen Jahr zur Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben“ ernannt. Die Solidaritätstafel nimmt daher in diesem Jahr besonders das Armutsrisiko von Familien in den Blick.

Die gegenseitige gesellschaftliche Akzeptanz aller Menschen ist ein Kernanliegen des caritativen und diakonischen Auftrages. Die Würde jedes Menschen ist zu achten - unabhängig von seinen individuellen Stärken und Schwächen. Gerechtigkeit wird verfehlt, wenn nicht jeder einen angemessenen Zugang zur Gemeinschaft hat. Unser Engagement für soziale Gerechtigkeit versteht sich als Parteinahme und Anwaltschaft für alle, die auf Unterstützung und Beistand angewiesen sind.

 

Caritas und Diakonie fordern:

Kinder und Jugendliche dürfen kein Armutsrisiko sein

  • Die Regelsätze zur Grundsicherung müssen an die tatsächlichen Bedürfnisse von Kindern angepasst werden
  • Das Antragsverfahren für das Bildungs- und Teilhabepaket muss vereinfacht werden, damit  Familien die Leistungen auch in Anspruch nehmen können

 

Berufstätigkeit darf nicht an mangelnder Kinderbetreuung scheitern

  • Es muss qualitativ und quantitativ angemessene Betreuungsangebote für Kinder aller Altersgruppen geben
  • Es müssen gesellschaftliche und unternehmerische Initiativen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf angestoßen und entwickelt werden
     

Familien brauchen Unterstützung

  • Die Leistungen für Kinder (Kindergeld, Kinderzuschlag, Kinderfreibetrag) sollten vereinfacht und zusammengefasst werden
  • Wohnraum und Energiekosten müssen für Familien bezahlbar bleiben
  • Familien sind Motor und Basis unserer Gesellschaft. Sie brauchen Anerkennung und politische Unterstützung.

 

Die Aktion von Diakonie und Caritas macht bewusst, dass Teilhabe für alle Menschen notwendig ist und soziale Ausgrenzung bekämpft werden muss. Dies kann nur in der Solidarität zwischen arm und reich und in Solidarität von jung und alt gelingen.

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